Pränatale Körperpsychotherapie


Von der pränatalen Psychologie weiß man heute, dass das Seelenleben eines Menschen bereits von Anfang an, sprich seit (mindestens) der Zeugung, existiert. Das heißt, bereits der Embryo im Bauch der Mutter bzw. das etwas später neugeborene Kind ist ein voll empfindsames und bewusstes Lebewesen, das alle Gefühlslagen, Empfindungen und Gedanken der Eltern mitbekommt.

Bis heute wird auf diese Tatsache nur wenig Rücksicht genommen und in früherer Zeit hatte man für diese Sichtweise überhaupt kein Verständnis. Franz Renggli, der bekannte Körperpsychotherapeut aus der Schweiz sagt dazu: “In dieser höchst sensiblen ersten Lebenszeit werden in allen Hochkulturen eine Mutter und ihr Baby voneinander getrennt. Dabei gilt: Je höher die Kultur entwickelt ist, desto radikaler wird diese Trennung vollzogen(…), das bedeutet: In der Tiefe der menschlichen Seele aller Hochkulturen ist ein weinendes, verzweifeltes und tobendes Baby verborgen.“

Diese Verletzungen werden nicht ausgeheilt, vielmehr werden die Eltern während ihrer Schwangerschaft und Geburt des kommenden Kindes wieder mit ihrer Geschichte konfrontiert und oft kommt es zu zusätzlichen Verletzungen.

 

Das heißt, das verletzte Kind wird weiter in die nächsten Generationen gegeben und weitere eigene Verletzungen kommen hinzu. Hier setzt die Körperpsychotherapie an und durchbricht diesen Kreislauf.


Ein Teil der Arbeit ist das Erarbeiten von Ressourcen, deren Visualisierung und Verankerung im Körper. Das zweite wichtige Element ist die Arbeit mit dem Körpergefühlen. Wichtige Fragen hierbei sind: "Was, wo, wie  spürst du?" Über die Arbeit mit dem Körper können alte Verletzungen, die das Körpergedächtnis gespeichert hat, an die Oberfläche.  Dadurch wird die Wahrnehmung des Körpers geschult und Symptome können sich bessern.